Medienschule 2020

Ein Lehrgang in Kooperation mit dem Friedrich-Austerlitz-Institut für JournalistInnenausbildung.

Veranstaltungsdatum

29. Februar 2020 bis 23. Mai 2020

Ort

Karl-Renner-Institut
Karl-Popper-Straße 8
1100 Wien

Module

Modul 1: Medien – Ökonomie und Beruf
29. Februar 2020 – 10.00 bis 18.00 Uhr

Medien werden als vierte Macht im Staat wahrgenommen und sind einem ständigen Instrumente-Wandel unterworfen. In einer ersten Analyse wird die Medienwelt unter die Lupe genommen, die Akteur_innen dahinter und wo welche Informationen zu finden sind. Antworten gibt es auf die Fragen: Worauf muss ich achten? Wie ist die Situation für junge Journalist_innen? Und: Zahlt sich der Einstieg in den Journalismus überhaupt noch aus?

ReferentInnen:
Andy Kaltenbrunner (Medienforscher, Gründer Medienhaus Wien)
Franziska Tschinderle (freie Journalistin)

Modul 2: Medienwelt als Berufsfeld und Schreibwerkstatt
6.–7. März 2020, Fr. 16.00-19.00 Uhr, Sa. 10.00-18.00 Uhr

Die ersten Schritte als Journalist_in sind am schwierigsten. Zentrales Thema dieses Modul ist daher der Einstieg in die Berufswelt. Im Vordergrund steht das Praktikum und die Möglichkeit bei Redaktionskonferenzen gute Ideen unterzubringen. Wie finden sich relevante Themen und wie können Ideen in der Redaktionskonferenz eindrucksvoll vorgestellt werden? Im Mittelpunkt steht dabei immer eine Geschichte zu erzählen. Doch wie gelingt ein guter Text? Was ist zu beachten? Ein Schreibtraining rundet damit das Modul ab.

ReferentInnen:
Jakob Winter (Innenpolitik, Profil)
Peter Linden (Autor, Schreibtrainer)

Modul 3: Medienformate: Ein Beitrag entsteht
21. März 2020, 10.00-18.00 Uhr

Der Weg von der Idee bis zum Beitrag ist ein langer. Entscheidungen, in welche Richtung der Beitrag geht, sind gut abzuwägen.  Welches Ziel und welchen Zweck erfüllt welches Format? Worauf kommt es bei Geschichten an? Was bleibt in Erinnerung? Expert_innen aus Tages- und Wochenmedien bringen ihre Erfahrungsschätze ein.

ReferntInnen:
Lisa Mayr (Leiterin „Edition Zukunft“, derStandard)
Anatol Vitouch (freier Schriftsteller und Textchef des Monatsmagazins DATUM)

Modul 4: Medienformate: Einen Beitrag aufbereiten
4. April 2020, 10.00-18.00 Uhr

Die Reichweite ist eine zentrale Währung in der Medienwelt. Mittlerweile ist es für jeden einzelnen Beitrag möglich, die Verbreitung zu überprüfen. In diesem Modul wird der Blick besonders fokussiert auf Social-Media-Kanäle und auf die Grundlagen der politischen Kommunikation – aus wissenschaftlicher und praxisnaher Perspektive. Welche Rolle nehmen Pressesprecher_innen ein der Kommunikation ein, sind sie doch für die Kommunikation anderer verantwortlich.

ReferentInnen:
Lena Doppel-Prix (Autorin und Social Media Expertin)
Andreas Strobl (PR-Experte, Skills Group)
Sophie Lecheler (politische Kommunikation, Universität Wien)

Modul 5: Medienformate: Journalismus mit Standpunkt
9. Mai 2020, 10.00-18.00 Uhr

Die meisten Medien und Journalist_innen sehen sich in ihrem Zugang – oft bis in den Bereich der Kommentare hinein – einer sogenannten „Objektivität“ verpflichtet. Gleichzeitig sehnt sich das Publikum aber nach Haltung, begründeten Meinungen und klaren Ansagen. Die beliebtesten Journalist_innen im Land sind nicht umsonst genau jene, die zu einzelnen Themen einen klaren Standpunkt beziehen. Auf Social-Media-Kanälen wird jenen zugehört, die ihre politische Meinung nachvollziehbar und verständlich ausdrücken. Dazu passend erleben wir ein Wiedererstarken von Parteimedien – besonders in den USA gelten Parteimedien als eine Antwort auf die Medien-Krise. In diesem Modul werden wir der Frage nachgehen, was der Stellenwert von Objektivität im Journalismus sein kann und welchen Beitrag meinungsstarke Medien und eine Vielfalt an Positionen für die Leser_innen leisten können.

ReferentInnen:
Gerald Demmel und Patricia Huber (Chefredaktion, Kontrast.at)

Modul 6: Medien der Zukunft und Abschluss
22.–23. Mai 2020, Fr 16.00-19.00 Uhr, Sa 10.00-18.00 Uhr

Die Medienwelt ist im ständigen Wandel. Social-Media-Kanäle werden zum zentralen Dreh-und-Angelpunkt von Informationen. Printzeitungen kämpfen ums Überleben. Wie können neue Strategien in der Medienwelt aussehen um die Balance zwischen Nachrichtenwert und Reichweite zu gewährleisten?

ReferentInnen:
Matthias Punz (Redakteur, Tagesspiegel.de)
Anne Wizorek (Bloggerin und Autorin)

Zielgruppe

Medieninteressierte und Studierende, die in den Journalismus-Beruf einsteigen wollen, Jungjournalist_innen am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter_innen, die ihr Wissen verbreiten und auffrischen wollen.

Anmeldung und Teilnahme

Bitte erforderliche Bewerbungsunterlagen – den ausgefüllten Bewerbungsbogen und eine aussagekräftige Textprobe – an office@fai.at mailen. Zusätzlich können auch gerne Arbeitsproben wie Podcast, Mini-Filmprojekte, spannende Instagram-Accounts oder anderes mitgeschickt werden.

Anmeldefrist: 31. Jänner 2020

Begleitende Lehrgangselemente

Textprobe
Mit der Bewerbung ist eine aussagekräftige, möglichst journalistische Textprobe mitzuschicken, die im Rahmen der Medienschule von Expert_innen persönlich kommentiert wird.

Praxisarbeit (optional)
Eine gute Verknüpfung der Theorie mit der Praxis ist im beruflichen Kontext relevant. Daher können die Teilnehmer_innen begleitend zum Lehrgang eine Praxisarbeit ausarbeiten, mit der Möglichkeit eines professionellen Feedbacks.

Teilnahmebetrag

€ 390.00

Info

Für den Erwerb eines Lehrgangszertifikats ist eine 100%ige Anwesenheit bei allen Modulen erforderlich.